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Notfallüberwachung des Hangs beim Junlian-Erdrutsch in Sichuan

2026-07-15

Wenn ein Hang abrutscht, ist die gefährlichste Frage für jedes Rettungsteam, ob er sich erneut bewegen wird. Am 8. Februar 2025 ereignete sich im Kreis Junlian in Yibin, Sichuan, China, ein Erdrutsch. CHC Navigation stellte ein Schnellreaktionsteam zusammen, um den offiziellen Rettungseinsatz durch Echtzeit-Verformungsüberwachung zu unterstützen. Mithilfe von bodengestützten Radarsystemen und Luftbildvermessung wurde die instabile Masse rund um die Uhr überwacht, um die Sicherheit der Suchteams vor einem sekundären Erdrutsch zu gewährleisten.

Ein Einsatz zur Überwachung im Rahmen einer Sofortreaktion

CHC Navigation stellte ein spezialisiertes Unterstützungsteam aus technischen Mitarbeitern in Shanghai, Wuhan und Sichuan zusammen und reiste mit einer Ausrüstung für Notfallüberwachung und Kartierung in das Katastrophengebiet. Das Team traf am 9. Februar am Einsatzort ein und teilte sich in zwei Gruppen auf, die gemeinsam mit dem Nationalen Bergbau-Rettungsteam Sichuan und anderen Einheiten arbeiteten und als Partner des Schlüssel-Labors des Ministeriums für Notfallmanagement für Such- und Rettungsmaßnahmen bei Erdbeben und geologischen Katastrophen mitwirkten. Ziel waren Notfallüberwachung, Frühwarnung und die Analyse geologischer Gefahren zur Unterstützung der Einsatzleitung.
 

Die eingesetzte Ausrüstung umfasste sowohl die kontinuierliche Radarüberwachung als auch die schnelle 3D-Geländevermessung:
 

 

PS-2000 – bodengestütztes SAR-System zur Überwachung des Erdrutsches in Junlian. PS-2000 – bodengestütztes SAR-System zur Überwachung des Erdrutsches in Junlian.
Links: Das CHC-Navigationsteam hat am Ort des Erdrutsches in Junlian das bodengestützte SAR-Hangradar in Betrieb genommen, um die Verschiebung und Stabilität des Hangs kontinuierlich zu überwachen. Rechts: Eine Drohnenaufnahme des Erdrutschortes in Junlian in Yibin, Provinz Sichuan, China, aufgenommen während des Notfalleinsatzes am 10. Februar 2025. (Foto: Xinhua)

Rund-um-die-Uhr-Überwachung der Pisten mittels Radar

Am Beobachtungs- und Frühwarnposten richtete das Team zügig das Hangradar ein. Das Radar verfolgte rund um die Uhr die Verschiebung und Stabilität des gesamten Hangrutschkörpers, und das Team erstellte kontinuierlich Berichte zur Hangüberwachung und -bewertung. Diese Berichte lieferten der Leitstelle die Informationen, die sie benötigte, um die Lage einzuschätzen, Rettungsmaßnahmen zu planen, die Sicherheit bei Such- und Rettungsarbeiten zu gewährleisten und Sekundärkatastrophen vorzubeugen. Dies ist der Kern der Hangstabilitätsüberwachung: kontinuierliche Fernmessungen, die Bodenbewegungen in ein klares Frühwarnsignal umwandeln.

 

Schematische Darstellung der Radar-Installationspunkte in der MAS-Software. Schematische Darstellung der Radar-Installationspunkte in der MAS-Software.
Die MAS-Überwachungssoftware visualisiert die vom bodengestützten SAR erfassten Verschiebungsdaten in Echtzeit und ermöglicht so eine kontinuierliche Überwachung der Hangbewegungen über den gesamten Hangrutschkörper hinweg.

UAV-LiDAR und schräge Photogrammetrie für die 3D-Geländeanalyse

Da das Gelände am Standort komplex war, kombinierte das Team UAV, LiDAR und Schrägaufnahmen-Photogrammetrie zu einem einzigen luftgestützten Arbeitsablauf. In zwei Flügen wurden hochpräzise Punktwolkendaten über eine Fläche von etwa 3 Quadratkilometern erfasst. Das Team arbeitete die ganze Nacht hindurch und verarbeitete die Daten zu einer Reihe von Kernergebnissen, die das Ereignis detailliert rekonstruierten: eine Orthofotokarte (DOM), ein 3D-Modell der realen Szene (OSGB), Bodenhöhenpunkte und ein digitales Höhenmodell (DEM). Zusammen gaben diese Ergebnisse Aufschluss über die Fließrichtung des Murgangs und die Verschiebungswege der Gebäude.

 

Ein X500-Drohne mit AA10-LiDAR führt eine Luftvermessung des Erdrutsches durch.
Die mit dem LiDAR-System AlphaAir 10 (AA10) ausgestattete Drohne X500 führt Luftvermessungen durch, um hochpräzise Geländedaten für die Analyse von Erdrutschen zu erfassen.

 

Anhand des Höhenmodells erstellte das Team außerdem Karten zur Analyse der Hangausrichtung und der Hangneigung. Diese lieferten der Einsatzzentrale präzise Daten zur Einschätzung des Risikos eines zweiten Erdrutsches und zur Identifizierung potenzieller Bruchstellen, sodass die Rettungskräfte vor Ort von den am stärksten gefährdeten Bereichen ferngehalten werden konnten.

 

Digitales Höhenmodell des Erdrutsches von Junlian. Digitales Höhenmodell des Erdrutsches von Junlian.
Links: Ein digitales Höhenmodell (DEM), das aus etwa 3 Quadratkilometern UAV-LiDAR-Daten rekonstruiert wurde, lieferte detaillierte Geländedaten für die Gefahrenbewertung. Rechts: Aus dem digitalen Höhenmodell (DEM) abgeleitete Karten zu Hangneigung und Hangausrichtung halfen dabei, Gebiete zu identifizieren, in denen die Gefahr von Sekundärrutschungen besteht.

Warum bodengestützte SAR-Technik für die Überwachung von Erdrutschen wichtig ist

Bei der Erdrutschbekämpfung geht es um einen Wettlauf gegen einen instabilen Hang, auf dem sich niemand sicher aufhalten kann. Bodengestütztes SAR bewältigt diese Herausforderung, indem es Bewegungen im Submillimeterbereich über eine gesamte Hangfläche hinweg aus der Ferne misst – Tag und Nacht, bei fast jedem Wetter und ohne dass Personen oder Sensoren auf dem sich bewegenden Boden platziert werden müssen. In Kombination mit UAV-LiDAR zur Geländemodellierung sowie mit GNSS- und MEMS-Sensoren zur Festpunktüberwachung liefert es einem Einsatzteam ein vollständiges Bild der Verformungen: wo sich der Hang bewegt, wie schnell und welche Bereiche von einem sekundären Rutsch bedroht sein könnten. Derselbe Ansatz, der die Rettungskräfte in Junlian geschützt hat, schützt auch Staudämme, Tagebaustätten, Eisenbahnstrecken und städtische Hänge im täglichen Betrieb.
 

Auf einen Blick Details
Ereignis Erdrutsch im Kreis Junlian, Yibin, Sichuan, China, am 8. Februar 2025
Einsatzteam CHC-Navigationsspezialisten aus Shanghai, Wuhan und Sichuan, seit dem 9. Februar vor Ort
Hangradar Bodengebundenes SAR-System PS-2000, 24-Stunden-Überwachung der Verschiebungen des Erdrutschkörpers
Luftbildvermessungsgeräte UAV vom Typ X500, ausgestattet mit dem LiDAR-System „AlphaAir 10“ und einer C30-Schrägkamera zur Erfassung von hochdichten Punktwolkendaten auf einer Fläche von ca. 3 km² in zwei Flugdurchgängen
Software

1. MAS, eine cloudbasierte Überwachungs- und Alarmplattform zur Echtzeit-Visualisierung bodengestützter SAR-Verschiebungsdaten, zur 24/7-Überwachung von Hangbewegungen und zur Frühwarnung;

2. HCMonitor, hochpräzise Software zur Deformationsüberwachung und -berechnung für die Verarbeitung von GNSS- und MEMS-Sensordaten, Stationsmanagement und Deformationsanalyse;

3. CoProcess, eine Software zur Punktwolkenverarbeitung für KI-gestützte Klassifizierung, Geländemodellierung, DEM-Erstellung, „Scan-to-CAD“-Workflows und die Umwandlung großer LiDAR-Datensätze in ingenieurtechnisch verwertbare Ergebnisse (einschließlich OSGB, DEM und anderer Vermessungsergebnisse).

Ergebnisse Orthofoto (DOM), 3D-Modell der realen Szene (OSGB), Geländehöhenpunkte, DEM, Karten zu Hangausrichtung und Hangneigung
Zweck Bewertung des Sekundärkatastrophenrisikos, Rettungsplanung und Sicherheit der Suchteams

Für Organisationen, die für Hänge, Dämme und Infrastruktur zuständig sind, zeigt der Einsatz in Junlian, wie bodengestütztes SAR und UAV-LiDAR in der Praxis zusammenwirken. Der gleiche integrierte Arbeitsablauf steht in allen Überwachungs- und Geodatenkartierungslösungen von CHC Navigation zur Verfügung. Zu den Überwachungslösungen gehören das bodengestützte 360°-SAR-Überwachungssystem PS-2000, die cloudbasierte Überwachungs- und Alarmplattform MAS für Echtzeit-Visualisierung, integrierte Überwachung und Frühwarnung sowie die hochpräzise Deformationsüberwachungs- und Berechnungssoftware HCMonitor für die Integration von GNSS- und MEMS-Sensoren, Deformationsanalyse und Stationsmanagement. Zu den Lösungen für die georäumliche Kartierung gehören das UAV X500, das UAV-LiDAR-System AlphaAir 10, die Schrägaufnahmekamera C30 sowie die Punktwolkenverarbeitungssoftware CoProcess für die schnelle 3D-Geländekartierung, die Punktwolkenverarbeitung und die Erstellung von ingenieurtechnisch verwertbaren Ergebnissen.

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Über CHC Navigation

CHC Navigation (CHCNAV) entwickelt fortschrittliche Lösungen für Kartografie, Navigation und Ortung, die darauf ausgelegt sind, Produktivität und Effizienz zu steigern. CHCNAV bedient Branchen wie Geodaten, Landwirtschaft, Maschinensteuerung und Autonomie und liefert innovative Technologien, die Fachleute unterstützen und den Fortschritt der Branche vorantreiben. Mit einer globalen Präsenz in über 140 Ländern und einem Team von mehr als 2.200 Fachkräften gilt CHC Navigation als führendes Unternehmen in der Geodatenbranche und darüber hinaus. Weitere Informationen zu CHC Navigation [Huace:300627.SZ] finden Sie unter: https://geospatial.chcnav.com/about/overview